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Ich kann mir eine atomwaffenfreie Zukunft vorstellen

I CAN - für die Abschaffung aller Atomwaffen

30. April 2007 Die IPPNW hat eine große internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) gestartet. Der Start fand während der Staatenkonferenz zum Nichtverbreitungsvertrages (NVV) in Wien statt. Die zentrale Forderung der Kampagne: Die umgehende Verhandlung einer Nuklearwaffenkonvention, die es verbietet Nuklearwaffen zu entwickeln, zu testen, zu transportieren, zu lagern oder anzuwenden. 

ICAN ergänzt Abolition 2000 – ein internationales Netzwerk von über 2000 Organisationen, das während der NVV Überprüfungskonferenz 1995 gegründet wurde und zu Verhandlungen über eine internationale Konvention zur Abschaffung von Atomwaffen aufruft. ICAN zielt darauf ab, den politischen Willen und das Momentum für einen solchen Vertrag zu erhöhen. Dies soll mithilfe von Aufklärungsarbeit, Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und durch die Betonung der erhöhten Dringlichkeit und Realisierbarkeit einer umfassenden nuklearen Abrüstung geschehen.

ICAN bündelt somit die internationale IPPNW-Föderation von mehr als 60 Sektionen und das globale Netzwerk von berufsbezogenen und Graswurzel-Organisationen. Die Kampagne wurde von der australischen Sektion Medical Association for the Prevention of War entwickelt und basiert sich den erfolgreichen Kampagnen für das Verbot von Landminen sowie chemischen und biologischen Waffen.

"Jede der 27.000 noch heute bestehenden Atomwaffen ist eine Terrorwaffe. Sie sind unmoralisch und völkerrechtswidrig und ihr Einsatz ist niemals und unter keinen Umständen zu rechtfertigen" sagt der norwegische Arzt Bjorn Hilt, Vorstandsvorsitzender der internationalen IPPNW.

"Die Kampagne wird wachsen mit jedem Menschen, der sich ihr anschließt und sagt: 'ich kann mir eine atomwaffenfreie Zukunft vorstellen'", sagt Kampagnenkoordinatorin Felicity Hill. Als Partnerorganisation hat sich bereits der weltweite Verband der Bürgermeister Mayors for Peace ICAN angeschlossen, der zur selben Zeit eine eigene Kampagne mit dem Titel CANT (Cities are not targets) startet. Auch die Juristenvereinigung IALANA und das Wissenschaftler-Netzwerk INESAP sind Partner. Zusammen haben sie das Buch "Securing our Survival", eine aktualisierte Fassung eines Modellentwurfes der Nuklearwaffenkonvention und die dafür sprechenden Argumente veröffentlicht. Auch der Albert Schweitzer Fellowship organisiert mit ICAN eine Reihe von "Reverence for Life"-Konzerte, um an die Erklärung des Gewissens 1957 von Schweitzer zu erinnern.

Die Abschaffung aller Atomwaffen ist aus medizinischen und moralischen Gründen zwingend erforderlich und kann nur durch gut geplanten politischen Druck durchgesetzt werden. Die Kampagne fordert zusätzlich eine Beendigung der Modernisierung und Tests von Atomwaffen; die Bereitschaft der Atomwaffen herunter zu stufen; eine Verpflichtung aller Staaten, keine Atomwaffen als Erstes einzusetzen; und die Etablierung von atomwaffenfreien Zonen weltweit.

Mehr Informationen auf englisch und Kampagnenmaterialien als Downloads: www.icanw.org

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